Orgel

Orgelunterricht

Normalerweise beginnt eine kirchenmusikalische Grundausbildung mit dem Orgelunterricht. Nach und nach wird die Technik des Manual- und Pedalspiels erarbeitet und erweitert. Der Unterricht gliedert sich in drei Komponenten:

1. Das Literaturspiel

Komponisten aller Epochen haben Werke für die Orgel geschaffen. In einer Auswahl soll die/ der Schüler/in in seiner Ausbildungsszeit ein Repertoire erarbeiten, das aus Stücken besteht, die für Liturgie und Konzert geeignet sind. Anhand der Kompositionen lernt er die verschiedenen musikalischen Epochen kennen, er vertieft sich in die jeweilige Art der Musik, er lernt die Darstellung der Komposition klanglich und technisch. Im Zuge der Ausbildung wird die/ der Schüler/in intensive Kenntnisse über die verschiedenen Komponisten und ihre Werke gewinnen, die ihn schließlich befähigen sollen, später einmal ohne die begleitende Hilfe der Lehrerin oder des Lehrers sein Repertoire zu erweitern.

 2. Das Liturgische Orgelspiel

Ausgehend von Kompositionen, Liedsätzen und Improvisationsmodellen erlernt die/ der Schüler/ in die Technik der Improvisation. Hier verbinden sich die Kenntnisse der Theoriefächer mit der praktischen Anwendung im Orgelspiel. Sind es zu Beginn ganz leichte und kleine Figuren und Floskeln, die der Schüler selbst entwickelt, so bilden diese verschiedenen Einzelbausteine nach und nach ein erstes abgeschlossenes kleines Tonstück. Es folgen improvisierte Intonationen zu Kirchenliedern, erste leichtere Sätze zu Kirchenliedern, eine kleine Coda zu einem Halleluja, etc.  

 3. Tonsatz und allgemeine Musiklehre

Die typischen Theoriefächer dürfen im Instrumentalunterricht nicht fehlen. Quasi nebenbei erlernen die Schüler die Zusammenhänge innerhalb des Tonsystems, analysieren auch kleinste Kompositionen, erforschen die typische Tonsprache des jeweiligen Komponisten und steuern bald zum Instrumentalunterricht ein kleines eigenes Werk bei. Eine ganzheitliche Ausbildung steigert die Qualität und Effektivität der Ausbildung.